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Manche Fertigungsschritte, die gesundheitsgefährliche Schadstoffe an die Umgebungsluft freisetzen, können nicht oder nicht wirksam mittels einer stationären Absaugunganlage an der Entstehungsquelle der Schadstoffe erfasst werden.

Typische Beispiele sind Werkstücke, die durch thermische Bearbeitung auf Paletten oder in Behältern „nachdampfen“.

Besonders augenfällig wird dieser Effekt bei der Herstellung von Schrauben, weil ihre Formgebung über einen hohen Energieeintrag erreicht wurde und die Trenn- bzw. Schutzöle dann am Ablageort an die Umgebung abgegeben werden. Das ist häufig eine Schadstoffquelle, die nicht von der Absauganlage erfasst wird, aber die Luftqualität in diesem Arbeitsbereich nachhaltig verschlechtert.

Eine ähnliche Problematik liegt vor, wenn Werkstücke ohne vorheriges Waschen geschweißt oder gelötet werden: Der Ölfilm auf den Werkstücken verdampft im Moment des Energeieintrags und wird zu „öl-haltigem Rauch“. Da jedoch gerade beim Bau großer Maschinen, Sektionen oder Anlagen an unter-schiedlichsten Plätzen in einer Montagehalle gearbeitet und quasi „vor Ort“ geschweißt und gelötet wird, gibt es keine gezielte Erfassung dieser Schadstoffe.

Hinzu kommt, dass im obigen Fall bei einer Standard-Absaugung und Filterung der Hallenluft generell der ölhaltige Rauch gern normale mechanische Filterelemente verklebt, was dazu führt, dass Filtermedien häufig ausgetauscht werden müssen, weil die Absaugleistung nicht mehr ausreichend ist. Schlimmer noch: manchmal wird die Absaugung einfach nicht mehr genutzt! Eine Katastrophe unter Arbeits-schutzgesichtspunkten für den Arbeitsplatz und die Mitarbeiter.

Mit diesem Hintergrund und der Erfahrung aus der Erarbeitung effizienter Lösungen ist UAS an die Ent-wicklung eines mobilen Elektrofilters gegangen, denn das elektrostatische Prinzip ist das grundlegende „Gegenmittel“ zur Abscheidung der bereits in der Überschrift benannten Schadstoffe.

Die zentrale Herausforderung war freilich, die Komponenten des Filtersystems so zu adaptieren, dass sie „mobil“ wurden.

So sind viele Stunden an Entwicklung in diese neue Lösung geflossen, um den Anwendern ein eigen-ständiges Produkt zu bieten, das Arbeitsschutz für wechselnde Arbeitsplätze oder Emissionsquellen (Schadstoffe) bietet unter Beibehaltung der von UAS-Elektrofiltern bekannten Vorteile wie z.B. dem nied-rigen Energieverbrauch (nur 1 kW Leistung des Motors), oder den metallenen Filterelemente, die waschbar sind und daher keine „Ersatz-Filterelemente“ benötigen.

Nicht zu vergessen die nachgewiesene hohe Abscheideleistung bewährter UAS-Elektrofiltertechnologie plus 2 Jahre UAS-Garantie.

Des Weiteren kann der Anwender UAS mit der Reinigung der Elemente in der zentralen Waschanlage in Bad Camberg beauftragen und erhält im turnusmäßigen Wechsel immer frisch gewaschene Bauteile. Dadurch entfallen mögliche Probleme mit Entsorgung des Abwassers vor Ort, denn die UAS Waschan-lage ist betriebstechnisch abgenommen und durch Sachverständige geprüft nach Whg §19.

Der Filter kann in funktionaler und animierter Darstellung auf unserem FreeMove3D®-Messestand über unsere Website begutachtet werden, so dass man einen realitätsnahen Eindruck von der Größe erhält. Durch Öffnen der Fronttür im Modell wird das Innenleben erkennbar.

Technische Eckdaten

  • Ausblasrichtung: oben
  • Nominelle Luftleistung (stufenlos einstellbar): 1.200 m3/h
  • Stromversorgung 230 V / 50 Hz
  • Elektrostatische Filterfläche 13 m2
  • Vorfilter, Alu-Streckmetall, 5-lagig
  • Ionisator (10-12 kV @ max. 5 mA)
  • Kollektor (5-6 kV @ max. 0.5 mA)
  • Nachfilter, Alu-Streckmetall, ERP konform, 5-lagig
  • Motorleistung 0,94 kW - ERP 2013
  • Gewicht (inkl. Absaugarm) ca. 150 kg
  • max. Temperatur 60 °C
  • Lackierung (Strukturlack) RAL 1002, 7032, 7035 oder 5015, andere Farben auf Anfrage
  • Schadstoffablauf: herausnehmbare Ölwanne

 

Infokasten:

Funktionsprinzip elektrostatischer Luftfilter

Für die hohen Abscheideleistungen selbst ultrafeiner Partikel < 0.001mm zwischen 96 - 99% sorgt ein einfacher, aber umso effektiverer Aufbau. Die verunreinigte Luft wird von einem schwingungsgedämpf-ten Ventilator angesaugt und trifft zunächst auf einen mechanischen Vorfilter, der größere Schadstoff-partikel (> 10 µm) abscheidet und für eine gleichmäßige Verteilung des Luftstromes sorgt.

Dem Vorfilter folgt der so genannte Ionisator. Hier werden die verbliebenen feinen Schadstoffpartikel durch Elektronen und ionisierte Luftmoleküle in Sekundenbruchteilen kontinuierlich positiv aufgeladen.

Der Kollektor übernimmt die eigentliche Reinigung der Luft. Er besteht aus einer Reihe senkrechter Me-tallplatten, die parallel zum Schadstoffstrom stehen. Innerhalb des Kollektors werden positiv aufgeladene Schadstoffpartikel in einem induzierten elektrischen Feld in Richtung der geerdeten Platte abgelenkt.

Der senkrechte Einbau der metallischen Platten gewährleistet ein ausgezeichnetes Ablaufverhalten, da die abgeschiedenen Schadstoffe einfach durch einen Siphon ablaufen können.

Die Kollektorplatten, auf denen sich die Verunreinigungen abscheiden, können gereinigt und wiederver-wendet werden. Gerne können wir diesen Service für Sie in unserer modernen Ultraschallanlage über-nehmen. Die Schadstoffe werden selbstverständlich umweltgerecht entsorgt.

 

Autoren: Carlo Saling und Jörn Jacobs
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Bildlegende

Bild 1: Mobilfilter FSA 1200
Bild 2: Mobilfilter FSA 1200 Seitenansicht
Bild 3: Mobilfilter FSA 1200 Verkaufsblatt
Bild 4: Mobilfilter FSA 1200, Ansicht Filterraum
Bild 4 Element 1: Vorfilter
Bild 4 Element 2: Ionisator
Bild 4 Element 3: Kollektor
Bild 4 Element 4: Nachfilter
Bild 4 Element 5: Ventilator

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